EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Bitburg-Erdorf von der Straßenseite aus gesehen
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Bau und Streckeneröffnung Der Bahnhof liegt an der letzten von insgesamt sechs Teilstrecken zwischen Gerolstein und Trier West. Sie wurde von der Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) am 15. Juni 1871 eröffnet wurde. Der Bahnhof Erdorf wurde bereits am 25. März 1871 in Betrieb genommen.

Das Empfangsgebäude Bitburg-Erdorf

Das mehrgliedrige, mehrstöckige Stationsgebäude mit unterschiedlich hohen Gebäudeteilen in Seitenlage, hatte einen kreuzförmigen Grundriss. Er wurde nach einem Entwurf des Architekten Carl Julius Raschdorff errichtet. Es war aus rotem Sandstein als burgähnliches, repräsentatives Gebäude mit gotischen Stilformen gebaut worden. Die Gebäudekanten wurden durch leicht vorstehende Ortssteine (Gebäudekante) versehen. Das Bauwerk besaß zum Teil gekoppelte Rechteckfenster (breite Fensteröffnung durch Stützen unterteilt). Die Schalterhalle war mit Schildgiebeln zur Gleisseite und zum Bahnhofsvorplatz hervorgehoben. Die Dachgiebel waren aus Bachsteinfachwerk, die Fenster- und Türeinfassungen aus Hauwerk. Das Schieferdach war relativ steil angelegt worden. Im Gebäude gab es Wartesäle für die unterschiedlichen Wagenklassen, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie ein Bahnhofsrestaurant. Ein Güterschuppen mit Verwaltungsanbau und Seiten- sowie Kopframpe befand sich auf der anderen Gleisseite. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Nach der Fertigstellung des Stationsgebäudes wurden noch mehrfach Anbauten errichtet, die sich jedoch gut in das Gesamtbild des Gebäudes einfügten. Am 21. Januar 1910 eröffneten die Preußische Staatseisenbahnen den ersten 6,18 km langen Abschnitt der „Nims-Sauerlandbahn“ von Bitburg-Erdorf nach Bitburg. Der Weiterbau nach Niederweis wurde am 2. Oktober 1911 in Betrieb genommen, wo sie Anschluss an die bereits bestehende Eisenbahnstrecke nach Igel an der Mosel fand. Die Bahnhofsanlagen wurden dafür um einen Lokschuppen mit Drehscheibe und Wasserkränen an den Bahnsteigen erweitert. Zusätzlich erhielt der Bahnhof einen Inselbahnsteig mit Personentunnel und zwei Stellwerke. Um Verwechslungen mit dem Stadtbahnhof Bitburg zu vermeiden, benannte man den Bahnhof Erburg-Bitburg in Erdorf umbenannt. Die „Nims-Sauerlandbahn“ wurde ab Bitburg am 29. September 1969 stillgelegt. 2014 sanierte die Deutsche Bahn AG die Bahnsteige. Dabei erhielt der Hausbahnsteig eine Überdachung. 2021 wurde die „Eifelstrecke“ durch ein Hochwasser beschädigt und teilweise zerstört. Daraufhin stellte die Deutsche Bahn AG (DBAG) den Bahnverkehr am 15. Juli 2021 ein. Die Wiederinbetriebnahme fand in mehreren Abschnitten statt. Bis zum 12. Juni 2022 wurde der Streckenteil in Nordrhein-Westfalen zwischen Hürth-Kalscheuren und Kall sowie in Rheinland-Pfalz zwischen Ehrang und Bitburg-Erdorf wieder in Betrieb genommen. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz und ist sehr gut erhalten.
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bilder Bitburg-Erdorf
Bahnhof um 1900 Planung und Konzession Eifelstrecke Hürth-Kalscheuren Ehrang 233,0
Die Eisenbahn “kam” am 15. Juni 1871 nach Bitburg. Also 26 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Bitburg hatte zu diesem Zeitpunkt 3.903 Einwohner (Ende 2018 waren es 14.904 Einwohner).

Bahnstation Bitburg-Erdorf