EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Kyllburg von der Gleisseite aus gesehen
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Bau und Streckeneröffnung Der Bahnhof Kyllburg lag an der letzten, 71 Kilometer langen Teilstrecke, von insgesamt sechs Abschnitten zwischen Gerolstein und Trier West. Sie wurde von der Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) am 15. Juni 1871 eröffnet. Der Bahnhof befand sich zwischen dem 181 Meter langen Dechen-Tunnel und dem 218 Meter langen Kyllburger-Tunnel. Dessen Portal war im Stil der Zeit gebaut worden. Die Strecke war in diesem Bereich eingleisig.

Das Empfangsgebäude Kyllburg

Das asymetrische, traufenständige und zweistöckige Stationsgebäude mit ausgebautem Dachgeschoss und steilem Satteldach, war aus unverputztem Rotsandsteinmauerwerk als repräsentatives Gebäude im Stil der Neugotik errichtet worden. Das Bauwerk besaß einen Giebelrisalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt) auf der Gleisseite. Die Fenster- und Türeinfassungen waren aus Hauwerk gefertigt. Das Bauwerk besaß Rundbogen-, Segmentbogen und Rechteckfenster. An der Nordseite befanden sich ein einstöckiger, niedriger Anbau und ein separates Toilettenhaus. Der Hausbahnsteig war nur zum Teil überdacht. Gegenüber dem Stationsgebäude befand sich ein Güterschuppen mit Rampe. Ein Freiladegleis mit Kran diente der Holzverladung. Im Bahnhofsbereich gab es noch ein zweistöckiges Wohnhaus für den Bahnhofsvorsteher aus Sandstein mit Satteldach. Der Bahnhof gehörte zur Rangklasse III. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen Nach 1910 entstand vor dem Dechen-Tunnel ein Stellwerksgebäude, von dem der Bahnübergang, die Signale und die Weichen des Bahnhofs gestellt wurden. 1944 wurde die Überdachung auf dem Hausbahnsteig entfernt, sowie der ursprünglich einstöckige Anbau um ein Stockwerk erhöht. An der östlichen Gebäudeseite entstand ein Toilettenanbau. Das frei stehende Toilettenhaus wurde bei einem Bombenangriff 1945 zerstört. 2014 wurden die Bahnanlagen modernisiert und überflüssige Gleise zurückgebaut. Neben den erneuerten Bahnsteigen baute die Deutsche Bahn AG eine verglaste Fußgängerbrücke, die an jeder Seite über einen Aufzug verfügt. Der Güterschuppen wurde abgerissen und das Stationsgebäude Empfangsgebäude verkauft. 2021 wurde die „Eifelstrecke“ durch ein Hochwasser beschädigt und teilweise zerstört. Daraufhin stellte die Deutsche Bahn AG (DBAG) den Bahnverkehr am 15. Juli 2021 ein. Die Wiederinbetriebnahme fand in mehreren Abschnitten statt. Bis zum 12. Juni 2022 wurde der Streckenteil in Nordrhein-Westfalen zwischen Hürth-Kalscheuren und Kall sowie in Rheinland-Pfalz zwischen Ehrang und Bitburg-Erdorf wieder in Betrieb genommen. Was hat sich verändert, was ist geblieben Der Eindruck des Empfangsgebäudes wurde durch die Änderungen im Jahr 1944, speziell die Aufstockung des Anbaus erheblich verändert.
Planung und Konzession
Bilder Kyllburg
Bahnhof um 1901
Luftaufnahme
Bahnhof um 1914
Bahnhof um 1901 Bahnhof um 1914 Eifelstrecke Hürth-Kalscheuren Ehrang 276,0

Bahnstation Kyllburg