EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Bocholt von der Straßenseite aus gesehen
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Bahnstation Bocholt Bahnstation Bocholt

Bau und Streckeneröffnung

Die Cöln-Mindener Eisenbahn- Gesellschaft (CME) eröffnete am 1. Juli 1878 die 20 Kilometer lange „Bocholter Bahn“ für den Personenverkehr zwischen Wesel und Bocholt.

Das zweite Empfangsgebäude Bocholt

Ein neues, modernes Stationsgebäude wurde südlich des Vorgängerbaus von der Deutschen Bahn AG (DBAG) gegenüber der abgerissenen Güterabfertigung 1991/92 errichtet. Mit der Stilllegung der Strecke nach Münster (Westf) Hbf begannen umfangreiche Baumaßnahmen für ein neues, kleines Stationsgebäude sowie einem neuen Bahnhofsvorplatz. Dafür wurde ein Mittelbahnsteig abgerissen und der andere in einen Seitenbahnsteig umgebaut, der auch für den Busverkehr verwendet wird. Direkt dahinter entstand das moderne Stationsgebäude aus Stahl und Glas. Das markante, tropfenförmige Hauptgebäude besitzt in Verlängerung nach Norden eine gerade Glasfassade mit auskargendem Dach. Es reicht bis zu dem Seitenbahnsteig, sodass die Reisenden vor Wettereinflüssen geschützt werden. Im Gebäude befindet sich eine DB-Agentur sowie ein Kiosk und Bistro. Im Süden des Gebäudes gibt es öffentliche Toiletten.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

Am 25. August 1880 eröffnete die Niederländisch-Westfälische Eisenbahn-Gesellschaft (NWE) ihre 17,47 Kilometer lange Nebenbahn zwischen dem niederländischen Winterswijk und Bocholt. Die 6,20 Kilometer lange Anschlussstrecke von Empel-Rees über Bocholt und Coesfeld nach Münster (Westf) wurde am 1. Dezember 1900 für den Güterverkehr und am 1. August 1901 für den Personenverkehr eröffnet. Damit war eine durchgehende Verbindung zwischen dem Rhein und Münster (Westf) geschaffen. Bocholt wurde zum Kreuzungsbahnhof. Er erhielt einen Personentunnel zum überdachten Mittelbahnsteig und eine Lokstation mit Drehscheibe und Lokschuppen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Personenverkehr auf der Strecke Bocholt - Winterswijk nur noch bis Barlo bedient. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Stationsgebäude schwer beschädigt. Dabei wurde der südliche Anbau und eine Turmkuppel zerstört. Nach dem Krieg wurden die Schäden behelfsmäßig repariert. 1952 stellte die Deutsche Bundesbahn (DB) den Personenverkehr nach Barlo ein. 1958 baute die DB ein Stellwerksgebäude im Norden des Bahnhofs. 1974 stellte die DB den Güterverkehr in Richtung Empel-Rees ein. Der Güterverkehr nach Barlo wurde 1989 eingestellt. 1991 endete der Güterverkehr Richtung Münster (Westf) Hbf, Bocholt wird Kopfbahnhof. Am 9. April 2021 begannen die Montagearbeiten für eine Oberleitung und die Erneuerung zu elektronischen Stellwerken sowie der Schrankenanlagen auf der Strecke nach Wesel.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Man merkt schon, dass beim Empfangsgebäude in Bocholt immerhin ein gewisser architektonischer Einfluss sichtbar wird.
PANORAMA
Die Eisenbahn “kam” am 1. Juli 1878 nach Bocholt. Also 43 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Bocholt hatte zu diesem Zeitpunkt 7.200 Einwohner (Ende 2020 waren es 71.061 Einwohner).
Planung und Konzession Wesel - Bocholt Wesel Bocholt Empel-Rees - Münster Empel-Rees Münster (Westf) Hbf
Bilder Bocholt
Luftaufnahme
Im Bau