Bonn-Beuel
Die Verlängerung der Eisenbahnstrecke von Freidrich-Wilhelmshütte nach Oberkassel bei Bonn (heute Bonn- Oberkassel) wurde für den Personenverkehr am 1. März 1871 und für den Güterverkehr am 15. Juli 1871 von der Rheinische Eisenbahn- Gesellschaft eröffnet. Auf der 11,07 km langen Strecke liegt der Bahnhof Beuel. Neben einem Empfangsgebäude verfügte der Bahnhof anfangs über einen Güterschuppen mit Gleisanschluss, Rampe und eine Ladestraße. Am 28. Dezember 1900 eröffnete die Kleinbahn der Industriebahn AG ihre 4,6 km lange Güterstrecke von Beuel nach Großenbusch, über die die “Bonner Verblendstein- und Thonwarenfabrik” mit Kohle versorgt wurden. Über die Bahn wurden dann die Fertigwaren nach Beuel transportiert. Um 1910 wurde auch der Güterbahnhof in Beuel erweitert. Nachdem die Deutsche Bahn AG 1994 den Verkehr auf der Kleinbahn einstellte, kaufte die Stadt Bonn die Bahnstrecke und verpachtete sie der Rhein-Sieg-Eisenbahn. Der Güterbahnhof ist bis heute erhalten und voll funktionsfähig geblieben. Der aus dem Jahr 1871 stammende Güterschuppen verfügt noch heute über einen genutzten Gleisanschluss. Das Gebäude wurde aus Holzfachwerk mit vermauerten Ziegelsteinen errichtet. Der Güterschuppen ist an ein Unternehmen vermietet worden. Ab 1907 war Beuel Staatsbahnhof. Im Jahr 1971 wurde der Bahnhof in Bonn-Beuel unbenannt. Wenn es zu Zugstörungen auf der linksrheinischen Strecke kommt, dient der Bahnhof als Ersatzhaltestation für den Bonner Hauptbahnhof. Deswegen blieben in Bonn-Beuel die kompletten Gleisanlagen erhalten, die auch noch genutzt werden. Das Empfangsgebäude und der Güterbahnhof stehen heute unter Denkmalschutz.
Bilder Bonn
Luftaufnahme
Bahnhof um 1900
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Z Bahnhof iel Bahnhof um 1900
Mülheim (Ruhr) - Niederlahnstein
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